Der Kaffeekocher wurde von der Marke Hario produziert. Hario aus dem Japanischen „Hari“ = Glas und „o“ = König bedeutet so viel wie „König des Glases“. Das Unternehmen besteht seit 1921, und der erste Syphon-Kaffeekocher wurde 1948 hergestellt. Das Prinzip, nach dem die Syphon-Kocher funktionieren, ist allerdings älter. Man sagt, sie seien entweder in Deutschland in den 1830er-Jahren oder vom Engländer Robert Napier um 1840 erfunden worden. Ab den 1840er-Jahren begannen die Kocher in ganz Europa an Popularität zu gewinnen und wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch in anderen Teilen der Welt, etwa in den Vereinigten Staaten und in Japan, eingeführt. Mein Kocher gehört wohl nicht zu den ersten, die 1948 produziert worden sind. Den einzigen Anhaltspunkt, den ich gefunden habe, um ein Produktionsjahr festzustellen, ist das Hario-Logo, welches anscheinend von den 1960er Jahren bis zum Ende der 90er Jahre in Gebrauch war. Der Syphon-Kaffeekocher funktioniert durch die Erzeugung eines Vakuums. Zunächst wird Wasser in die untere Kugel eingefüllt und zum Sieden gebracht. Während das Wasser kocht, beginnt es, sich in Wasserdampf zu verwandeln. Der Druck des Dampfes in der unteren Kugel steigt an, und sobald er den atmosphärischen Druck übersteigt, drückt er das dichtere flüssige Wasser nach oben in die obere Kugel, in der sich der Kaffee befindet. Solange der Druck aufrechterhalten wird (d. h. die Hitzequelle unter der unteren Kugel weiter aktiv bleibt), bleibt das Wasser in der oberen Kammer. Sobald der Brühvorgang abgeschlossen ist (nach etwa 40–60 Sekunden), wird die Wärmequelle entfernt. Mit Hilfe der Schwerkraft und des Druckunterschieds fließt der Kaffee durch den Filter zurück in die untere Kugel – und ist bereit zum Servieren!
Mein Gegenstand ist ein circa 2 cm großes Babyköpfchen, bemalt. Am Hals ist es wohl vom Rest abgebrochen. Der Kopf ist hohl und aus einem undefinierbaren weißen Material. Der Blick des Gesichts ist gruselig und etwas unrealistisch, die Bäckchen rot. Auf dem Kopf präsentiert sich eine Kleine Locke, die sich ins Gesicht kringelt. Die Haare werden durch einen braunen Sprühstoß angedeutet. Im Nacken ist eine Prägung zu erkennen, „GERMANY“
Die Entwicklungsgeschichte des Brieföffners ist eng mit der Geschichte des Briefes verbunden. Im 18. Jahrhundert, als das Schreiben und Empfangen von Briefen immer populärer wurde, entstand das Bedürfnis nach einem praktischen Werkzeug, um Briefe sauber und schnell zu öffnen. Ursprünglich wurden einfache Messer oder Schneidewerkzeuge verwendet. Im 19. Jahrhundert, insbesondere mit der Einführung von versiegelten Briefen und der zunehmenden Menge an Post, wurden speziell entworfene Brieföffner populär. Diese waren oft kunstvoll gestaltet und bestanden aus Materialien wie Elfenbein, Silber oder Holz. Sie dienten nicht nur als praktische Werkzeuge, sondern auch als Statussymbole und dekorative Objekte auf den Schreibtischen der Oberschicht. Mit dem Aufkommen der industriellen Produktion im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden Brieföffner aus einer Vielzahl von Materialien, einschließlich Metallen und Kunststoffen, massenproduziert. Sie waren in verschiedenen Formen und Designs erhältlich, von einfachen, funktionalen Modellen bis hin zu kunstvoll verzierten Exemplaren.
BIC® Feuerzeug maxi schwarz silber 1172 Plastik, schwarz, ca 10cm, Zylinder, ovaler Boden, ca 2cm breit, ca 1cm dick, oben: einseitig geschlossene Metallabdeckung, Löcher ---darin, aufgerautes Metallrädchen, Durchmesser 7mm ---daneben, roter Plastikhebel, unten: weißer Plastikverschluss
Die Haftnotiz ist ein einfaches, aber vielseitiges Hilfsmittel zur Organisation von Gedanken und Aufgaben. Sie wird genutzt, um kurze Informationen festzuhalten, Erinnerungen sichtbar zu machen oder Ideen flexibel zu ordnen. Durch ihre selbstklebende Rückseite lässt sie sich leicht anbringen, entfernen und neu positionieren, ohne Spuren zu hinterlassen, und eignet sich daher besonders für dynamische Arbeits- und Denkprozesse. Geschichte der Haftnotiz: Der 3M Wissenschaftler Dr. Spencer Silver entdeckte bei seinen Laboruntersuchungen einen Klebstoff, der zwar sicher auf Oberflächen anhaftete, sich aber auch leicht wieder lösen ließ. Silver hatte sogenannte Mikrosphären entdeckt, durch die Klebstoffe ihre Hafteigenschaften behalten, sich aber aufgrund ihrer speziellen Beschaffenheit leicht von Oberflächen lösen lassen. Er suchte einige Jahre vergeblich nach einer Einsatzmöglichkeit für seine Erfindung. Art Fry, ein weiterer Wissenschaftler bei 3M, war gerade ziemlich genervt. Er markierte jeden Mittwochabend während der Probe im Kirchenchor mit kleinen Papierstreifen im Gesangbuch die Kirchenlieder, die im nächsten Gottesdienst gesungen werden sollten. Am Sonntag waren sie jedoch schon alle wieder herausgefallen. Er benötigte ein Lesezeichen, das auf dem Papier haften würde, ohne die Seiten zu beschädigen. Da kam ihm das Seminar zu den Mikrosphären von Dr. Silver wieder in den Sinn, das bei ihm für das entscheidende Aha-Erlebnis sorgte. Gemeinsam mit Dr. Silver begab er sich an die Entwicklung eines neuen Produkts. Als sie anfingen, im Büro Nachrichten auf die Haftnotizen zu schreiben, wurde ihnen das Potenzial der Idee bewusst.
Der Löffel ist dem sogenannten Renge (japanisch für Lotusblume) zuzuordnen. Die Form eines solchen Keramik- oder Porzellanlöffel, ist dem Blatt einer Lotusblume nachempfunden. Er stammt aus China und kam während der Heian-Zeit (ca. 794 – 1185) nach Japan. Typisch ist der Löffel für den Verzehr von Suppen. Anstatt seiner Bestimmung entsprechend, wird der Löffel nicht für Suppe, sondern für Kaffee, als Dosier- und Arbeitswerkzeug, verwendet. Er trägt genau so viel Kaffeepulver, wie zwei Mal in das Sieb eines Espressokochers passt. Mit der abgeflachten Unterseite lässt sich der gemahlene Kaffee im Kocher glatt streichen.
Bestandteile; Ressourcen: getonter Nilpferd Flusspferd, blau bemalt, wackelig auf den Beinen, entstanden 2012; Abbild: »Hippopotamus (William)«, getonter Nilpferd Flusspferd von ca. 1961–1878 v.Chr. aus Ägypten Geschichte, Herkunft: Standort in Regal der Eltern, verstaubt und unberührt. Stehend neben anderen selbst-angefertigten Tonfiguren. In der Grundschule entstanden. Vergangenes wird aufgehoben, behalten, archiviert, an der sichtbaren Oberfläche. In das Gedächtnis gerufen, nachdem mir eine Postkarte des Originals, dazu noch in der Form des Gegenstandes, und ein Radiergummi desselben mitgebracht wurde. Entstehen eines Trios: Tonobjekt — Radiergummi — Postkarte. Gattung, Zusammenhang; getonte Objekte, Museumskontext, kolonial-entwurzelte Kunst, kindliches Arbeiten, Abbild schaffen ohne Hintergrundwissen zum Original
Es handelt sich um einen quaderförmigen Gegenstand mit abgerundeten Ecken, dessen babyblaue Kunststoff-Oberfläche durch grau-silberne, ebenfalls aus Kunststoff bestehenden Elemente, unterbrochen wird. Diese grau-silbernen Elemente sind in etwa so groß wie ein Tic-Tac und in vier Reihen sowie drei Spalten angeordnet. Auf den Tic-Tac großen Flächen befindet sich jeweils eine unterschiedliche Zahl in der Spanne von 0–9, als auch drei bis vier Buchstaben aus dem lateinischen Alphabet. Über diesem Feld befindet sich auf der oberen Hälfte des Gegenstandes ein circa zwei-Finger-hoher und ein-Daumen-breiter Bildschirm.
Das Objekt (in der Schatulle) besitzt keine vorrangig praktische Funktion, sondern erfüllt vor allem eine emotionale. Ohrringe dienen weniger einem konkreten Nutzen als vielmehr der persönlichen Bedeutung, die ihnen zugeschrieben wird. Sie tragen Erinnerungen, Gefühle und individuelle Werte in sich und werden dadurch zu emotionalen Objekten. Ihr Wert entsteht nicht aus dem Material oder der Funktion, sondern aus der Beziehung, die eine Person zu ihnen entwickelt. Schmuck insbesondere Ohrringe erfüllt in einer kapitalistischen Welt weniger eine funktionale als eine symbolische Rolle. Er dient dazu, Stil, Selbstbild und Wertigkeit nach außen zu kommunizieren.
Ein Blauer Plüschdino, etwa 8cm hoch. Er fühlt sich an, als sei sein Inneres mit Draht gefertigt und lässt sich in seiner Haltung verbiegen. Der Dino hat pinke, kleine Augen und ein Band aus dem Kopf hängen, damit er sich wohl als Schlüsselanhänger verwenden lässt. Den Dino hatte mir Johanna geschenkt; Sie hatte ihn auf dem Wintermarkt im Dezember 2023 bei einem Stand im Erdgeschoss gekauft und mir vorbeigebracht. Seitdem stand er in meinem alten WG-Zimmer auf einem der zwei Schwerlastregale und schaute in Richtung der Mitte des Zimmer. Seit meinem Umzug steht er auf einer schwarzen Box, zwischen einem blauen 3D-gedrucktem Pferd und einer kleinen blauen Figur. Der Dino hat einen langen Hals, kurze Beine und schaut in die Richtung meines Bettes.
Seine Idee findet es in der (Un-)Ordnung der Dinge. Da wo gesammelt wird. Dinge gruppiert wer- den. In neue Kontexte und Verbindungen gesetzt werden. Seine Unterschiede zeigen sich in den Arten und Weisen, wie dies geschieht. Charakteristisch sind mehre übereinander geordnete Böden, welche durch vertikale Träger gehalten werde und eine weitere Trennungsebene mit ein- bringen. Seine Rolle kann es somit immer nur in einen direkten Austausch eines Menschen und der Dinge nehmen. Somit können auch unterschiedlichen Rollen gegenüber dem Regal eingenommen werden. Eine Sortierende/Darstellende und eine Aufnehmende/ Observierende.
Das Objekt verspricht, die mühselige Handlung Essen bei der Zubereitung zu Salzen zu überspringen, indem es beim in den Mund tun automatisch etwas Salz verliert. Die Gabel wurde zwischen 2023 und 2024 vom Produktdesigner Ben Walker entworfen und größtenteils eigenständig in einer Serie von etwa 1000 Exemplaren produziert. Keck verspricht der Designer in einem Vlog, mit dem Gerät die Gabel- und Salzindustrie auf den Kopf zu stellen. In der konsumgesteuerten Kultur, in der Alltagsgegenstände möglichst problemlösungsorientiert, effizient und vermarktbar sein sollen, greifen gerade Start-ups und Tech-Unternehmen oft auf das Vokabular der Zweckfreiheit zurück – um emotionale, oft übermäßig inszenierte Produktversprechen zu verkaufen. Ausgerechnet dort, wo maximale Effizienz behauptet wird, sind die Produkte oft künstlich verkompliziert – sei es aus ästhetischen Gründen oder um Exklusivität zu erzeugen. Das kristalline Besteckteil kann in diesem Spannungsfeld als Gegenentwurf verstanden werden: Der durch die Benutzung stetig kleiner werdende Körper entzieht sich linearen Logiken von Funktion, Fortschritt und Verwertung.
Runde Kugeln aus Metall. Vielleicht Eisen, Stahl, Messing, Carbon? Sie schimmern silbern. Doch leichte Gebrauchsspuren lassen sich aufgrund von Abnutzung und Schmutz auf der Oberfläche erkennen. Sie liegen schwer in der Hand. Kälte lässt sich beim Umgreifen der glatten, gravierten Oberfläche erspüren. Die Gravur — 4x4 parallel laufende Linien, die sich zu Kreisen und in den Zwischenräumen zu Quadraten ergeben — besteht aus verschiedenen Komponenten und Angaben: Hersteller: Boule Bleue Rofritsch (Marseille); Material: Inox 120 (Edelstahl, rostfrei); Gewicht: 690g (wahrscheinlich weniger, da schon viel heruntergespielt); Zahl: F9. Petanque/Boule ist ein aus (Süd-)Frankreich kommender Präzisionssport. Dabei versuchen zwei Teams gegeneinander mittels sechs Kugeln, so nah wie möglich an die Zielkugel (ugs. Schweinchen, Sau oder Cochonnet) zu werfen. Die Zielkugel wird zwischen 6 bis 10 Meter platziert. Gespielt wird bis 13 Punkte auf jeglichem Gelände; ein ebenes, glattes Spielfeld oder Bahnen. Formationen: Tête-à-tête (1 vs. 1 — 3 Kugeln pro Person); Doublette (2 vs. 2 — 3 Kugeln pro Person); Triplette (3 vs. 3 — 2 Kugeln pro Person)
Das Schloss ist da wo menschen Beschützen wollen. Dort wo sie Ängste haben. Wo sie Sicherheit brauchen. Ein mechanisches Schutzstück aus robustem Metall, oft aufgebaut als Riegel, Bügel oder Zylinder, das sich mithilfe eines Codes oder eines passenden Schlüssels entriegeln lässt. Die Konstruktion und das verwendete Material zeigt seine Absicht direkt. Äußerlich kann die Vorrichtung sehr unterschiedlich auftreten: von puris- tisch-nützlich bis hin zu imposant-drohender Optik. Allein das Design verrät, ob das Stück echten Widerstand leisten oder vor allem den Anschein von Sicherheit erwecken soll. Wo ein Verschluss angebracht ist, stand oft vorher die Unsicherheit, Zweifel an Zugang, Schutz oder an den Menschen auf der anderen Seite. Dieser Mechanismus kann auch genau das Gegenteil bedeuten: für die Person mit Schlüssel oder Code öffnet sich ein Raum, Zugang zu etwas, das anderen verborgen bleibt.
Der Schlüsselring funktioniert in einem System, welches aus mehreren gleichen Bestandteilen besteht. Durch die Öffnung des Ringes, kann dieser an weitere Ringe angehängt werden und Verlinkt sich so im System. Diese Verlinkung hat zur Folge, dass mehr Informationen und Zugänge verbunden werden können, die in unserem Alltag eine grosse Wichtigkeit haben. Jedes Modul hat dieselbe Funktionalität und ist immer erweiterbar, jedoch verliert es je nach Expansionsmenge an Funktionalität. Der Gegenstand selber ist sehr schlicht in seinem Auftreten, aber kann durch individuellen Erweiterungen, wie Endstücke oder Anhänger individualisiert werden. So wird der Gegenstand mit der Personalisierung zur Wiedererkennung angepasst oder vor Verlust geschützt.
Die Deutsche Zündwaren-Monopolgesellschaft wurde nach dem Ersten Weltkrieg von der Regierung gegründet, um den Staat finanziell beim Wiederaufbau zu unterstützen. Eigentlich besaß das Monopol jedoch ein schwedischer Finanzmogul, den man auch den „Streichholzkönig“ nannte und der Deutschland dafür fette Kredite ausgezahlt hat. Das Monopol wurde ein paar Jahrzehnte später aufgelöst. Interessanterweise wurden die Welthölzer zu keinem Zeitpunkt außerhalb Deutschlands produziert oder ins Ausland exportiert. Der Name deutet eher auf die globale Macht des Konzerns. Die Firma ist auch heute noch in Betrieb – unter einem Nachfahren des besagten Schweden.
Stricken [en: knitting], abgeleitet vom Wort »knot« [de: Knoten] ist der Vorgang, bei dem mit zwei oder mehr Nadeln ein Gewebe aus einer Reihe miteinander verbundener Maschen hergestellt wird. Die dokumentierte Geschichte des Strickens beginnt mit einem Paar altägyptischer Socken aus dem dritten bis fünften Jahrhundert n. Chr. Sowohl Frauen als auch Männer strickten jahrhundertelang professionell, und erst Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Stricken mit Häuslichkeit in Verbindung gebracht. Eine Nadel wird in der linken Hand, die andere in der rechten Hand gehalten. Der Faden wird durch einen klaren Bewegungsablauf mithilfe der Nadeln verstrickt. Dieser Ablauf wird wiederholt, durch gleichmäßiges Stricken entsteht ein einheitliches Maschenbild.
Der Autor (15. März 1938 – ?) der drei Tagebücher, scheint ein fremder Unbekannter zu bleiben und tritt ausschließlich über geschriebene Worte in Erscheinung. Seine Tagebücher sind ein Zeitdokument mit fortlaufender Ordnung. Sie sind nur drei von vermutlich vielen weiteren, Teil einer Reihe, die in ihrer Unvollständigkeit existiert. Was fehlt, bleibt offen. Beim Aufschlagen zeigt sich jede Seite der drei Bücher von Hand beschrieben mit blauer Tinte. Es ist eine gleichmäßige, nach links geneigte, saubere Handschrift. Sie wirkt geübt und kontinuierlich, offenbart das Schreiben als Teil eines festen Rhythmus, regelmäßige Einträge verraten einen täglichen Gebrauch. Über fast 8 Monate verzeichnen sie ein Leben vom 01. Januar bis zum 18. August 1957 in Leipzig und Aschersleben. Sie dokumentieren Studium, Arbeit, Freundschaft, Liebe, Kultur, Politik, Freizeit. Die Bücher waren ein ständiger Gebrauchsgegenstand, regelmäßig in der Hand und Teil eines gelebten Alltags. Als gefundene Objekte befinden sie sich aktuell außerhalb ihres ursprünglichen Nutzungskontexts.
Der Thorax-Bügel wird bei der operativen Behandlung der Trichterbrust eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine angeborene Einsenkung des Brustkorbs, bei der das Brustbein nach innen gewölbt ist und das Herz häufig zur Seite hinverdrängt werden kann. Der individuell gebogene Metallbügel wird während einer minimal-invasiven Operation hinter dem Brustbein platziert und anschließend gedreht, um das Sternum anzuheben. Durch seine konstante Formspannung formt er über Monate und Jahre hinweg den Brustkorb neu – ähnlich dem Wirkprinzip einer Zahnspange. Der Thoraxbügel nach Nuss wurde vom Chirurgen Donald Nuss entwickelt und 1998 erstmals klinisch publiziert. Seine Idee entstand aus der Beobachtung, dass der Brustkorb bei Kindern und Jugendlichen noch gut formbar ist. Statt der damals üblichen offenen Ravitch-Operation mit großen Schnitten und Knorpelresektionen, führte Nuss einen minimal-invasiven Ansatz ein. Das reduzierte OP-Trauma, senkte Komplikationen und beschleunigte die Genesung. Die Nuss-Bar gilt deshalb als paradigmatischer Wendepunkt in der Behandlung des Pectus excavatum.
Eine durchsichtige Plastiktüte. Größe geschätzt auf A3. Auf der Vorderseite befindet sich eine illustrierte Interpretation eines Stilllebens aus Obst und Blättern in den Farben Grün, gelb, Rot und einer bräunlich gerasterten Mischfarbe mittels der Überlagerung aus Grün und Rot. Es werden 5 rote und 1 grüner Apfel, so wie 2 Birnen in gelb und grün abgebildet. 7 grüne Blätter unterstützen links, rechts und unten die Konstruktion. Auf der Rückseite befindet sich ein Rechteck (ca. 5 x 15 cm) mit grüner Kontur. Darin platziert sind 4 Kategorien — die auf den Lebensmittelinhalt zurückschließen — mit der Aufforderung zum Ausfüllen: Füllgewicht; Sorte; Größe; Klasse. Daneben befindet sich ein Kreis mit grüner, etwas dickerer, Kontur. Darin zu lesen: »Diese Tragetasche ist aus Polyethylen (PE). Sie verhält sich auf der Müllhalde grundwasserneutral und ist recyclingfähig.« Logo Dreieck mit Pfeilen. Großer Henkel mit Ausstanzung des Plastiküberschusses. 6 Löcher, je 3 untereinander auf der linken und rechten Seite (Durchmesser ca. 1,5 cm).
Seit Beginn der Beobachtung versuche ich immer wieder darauf zu achten, von welchen Orten Uhren nicht wegzudenken sind, wo Uhren eher Dekoration oder gar störend sind. Wie diese dekorativen, (dys-)funktionalen oder aufdringlichen Zeitmesser einen Raum schmücken, dominieren oder selbst durch Abwesenheit im Fluss der unendlich scheinenden Zeit glänzen. Auf der Grassimesse gab es keine Uhren. Von der ständen Swatch mit dem schwarzen Armband mal abgesehen und der im Aktenschrank versteckten Maxi Swatch. Auf der Grassimesse, wo die Zeit bedächtig vergeht, nicht wagt den mit Händen und Augen Begutachtenden über die Schulter, gar ins Auge zu blicken. In Clubs gibt es keine Uhren, die Gründe sind ähnlich. Der Überschuss an Reizen wird zur Tortur, steht er im Sichtbaren Zusammenhang mit Zeitvergehen, Fristen, Schließzeiten – kurzum Zeit vergeht am Schnellsten und Schönsten, gerade wenn sie unbewusst und dadurch kaum empfunden wird.
Margarete Steiff (24.07.1847 – 9.05.1909) wurde als drittes von vier Kindern in schwäbischen Giengen geboren. In ihrer Kindheit erkrankte sie an Kinderlähmung und benutzte fortan einen Rollstuhl. Sie besuchte eine Nähschule und absolvierte sie als ausgebildete Schneiderin mit Erfolg. Zunächst arbeitete sie in der Damenschneiderei ihrer beiden älteren Schwestern und führte diese, als ihre Schwestern den Heimatort verlassen, alleine fort. 1880 näht sie aus Spaß einen kleinen Stoffelefanten der schnell als Kinderspielzeug beliebt wird. Damit war das erste Steifftier geboren und mit ihm die Firma: die Manufaktur Steiff. Margarete Steiff wird eine erfolgreiche und unabhängige Unternehmerin. Da die Firma schnell wächst, sie neue Führungskräfte und stellt ihre fünf Neffen ein. Ihr Neffe Richard Entwurf 1902 einen neuartigen Bären »Bär 55 PB«, der auf der Leipziger Spielwarenmesse präsentiert wurde. Der Name des Bären bedeutet, dass er 55 cm groß, aus Plüsch (P) und beweglich (B) ist. In den USA wird der Bär zu einem riesiger Verkaufsschlager und bekommt dort 1906 den Namen Teddybär.
Der Karabiner ist ein Gegenstand aus der Handwerksarbeit. Er ist ein Verbindungselement, das dazu dient, Gegenstände sicher und lösbar miteinander zu verbinden. Die Öffnung hat einen Federmechanismus und ist dadurch handlich und schnell bedienbar. Durch unterschiedliche Bauform und Materialität ist er für verschiedene Belastungen und Sicherheitsanforderungen hilfreich. Der Karabiner dient unter anderem des Zusammenhalts des Schlüsselbunds oder Schlüsselanhängers. Durch Trendentwicklung ist er in verschiedenen Formen an Taschen und Hosen als Accessoire zu finden. Die Form des Sterns als eine davon ist besonders in queeren Kreisen als funktionales Accessoire und Symbol zu sehen.
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